Profil von Frank Ehnes

Frank Ehnes
Business Coach in Leopoldshöhe bei Bielefeld

Coaching-Spezialgebiete:  

  • Führungskräftecoaching
  • Executive Coaching
  • Coaching von Mitarbeitenden zu individuellen Anlässen meist Arbeitsoptimierung, Motivation, Ängste, Konflikte und mehr
1. Was qualifiziert Sie als Coach / Trainer?
Jahrelange Erfahrung im Coaching von Führungskräften und Mitarbeiter/innen in kleinen und mittelständischen Firmen. Mit der Grundausbildung als systemisch lösungsfokussierter Coach – zertifiziert von der systemischen Gesellschaft – habe ich mich in diesem Bereich ständig weitergebildet. Von daher richte ich meinen Blick auf den Menschen in seiner spezifischen Umwelt und den damit einhergehenden Verpflichtungen. Als lösungsfokussierter Coach erreiche ich mit dem Coachee zusammen in kurzer Zeit eine Lösung für ein bestehendes Problem. Als systemischer Coach fokussiere ich die langfristige Perspektive: weg von Einzellösungen hin zu echter Persönlichkeitsentwicklung. So entwickelt sich der Coachee zur ganzen Größe.
Für das Coaching nutze ich u. a. ein sogenanntes Reflexionsrad. Mit dem wir Motivation, Antreiber, Rollen, Führungsbild, Werte und andere Faktoren gemeinsam reflektieren können. Ich sehe mich als Geburtshelfer neuer Lösungen und nutze die Frage als Möglichkeit in neue Ebenen und Denkrichtungen zu gelangen. Im Moment entwickle ich mich zum Agile Coach, der agile Teams und Führungskräfte unterstützt. Dabei setze ich Ansätze von Design Thinking, Arbeit 4.0 bis hin zu Management 3.0 im Coaching und der Beratung um.
2. Worauf sind Sie besonders stolz, wenn Sie an Ihre Karriere denken?
Wenn ich an meine „Karriere“ denke, so habe ich mich immer wieder neu erfunden. Angefangen vom Abitur auf dem zweiten Bildungsweg über das BWL-Studium bis zur jüngsten Entwicklung als Agile Coach strebe ich danach, durch neues Wissen mehr zu erreichen. Dabei geht es mir aber weniger um Karriere als um Selbst-Erkenntnis. Die philosophische Frage: Was kann der Mensch können? – hat mich schon immer interessiert. Was liegt in mir? Was kann ich erreichen, wenn ich mich entwickle? Es macht mich stolz, dass ich im Laufe meines Lebens diese Fragen immer wieder neu für mich beantwortet habe und meine heutige Geisteshaltung entwickeln konnte. Denn eins habe ich erkannt: Der Schlüssel zum Leben liegt in mir. Ich habe es in der Hand meine Kraft und Intelligenz für die Welt und für mich nützlich einzusetzen. Ich führe mein Leben weitgehend „IKIGAI“, frei nach der japanischen Lebensphilosophie also „lebenswert“.
3. Wie wird die Digitalisierung das Allgemeine Coaching-Geschäft verändern?
Digitalisierung ist der Treiber der Neuzeit, sie geht in Richtung Robotik und Automation. Die Maschinen nehmen uns eintönige Aufgaben ab und wir können uns auf die hochwertigen Aufgaben konzentrieren. Die Digitalisierung bringt durch Agilität auch neue Produktions- und Managementverfahren. Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema und berate kleine und mittlere Unternehmen bei der digitalen Transformation. Als Personalentwickler und Coach interessiert mich dabei vor allem der Mensch. Denn in meiner Beratung steht der Mensch im Zentrum. Im Coaching lösen wir gemeinsam wichtige Fragen wie zum Beispiel: Was muss ich lernen, um in der digitalen Zukunft noch gefragt zu sein? Was sind meine zukünftigen Aufgaben und wie bereite ich mich schon jetzt darauf vor? Wie kann ich die eigene Haltung auf die Erfordernisse abstimmen? Wie können wir die Organisation auf die Erfordernisse der Zukunft abstimmen?
Durch das agile Projektmanagement ändert sich der gesamte Managementprozess. Durch Management 3.0 ändert sich die Lern- und Arbeitsweise hin zu spielerischen Lösungen. Beispielsweise lernen Führungskräfte beim Delegation Poker auf praktische Weise Entscheidungen in die Gruppe zu verlagern. Als Coach stehe ich dabei sowohl Führungskräften als auch der gesamten Gruppe zur Seite und bringe neue Lern- und Arbeitsmethoden nach Bedarf ein. Meine Rolle sehe ich als Zukunftsbegleiter, der alle Beteiligten mit ins Boot holt, um die Digitalisierung voranzubringen.
4. Und wie werden Sie damit umgehen?
In diesem Jahr bilde ich mich als Agile Coach weiter, um als externer Coach Teams bei der Umsetzung agiler Projekte zu unterstützen. Begleitend beschäftige ich mich mit Fachliteratur rund um Management 3.0, Framesets und technische Arbeitsweisen. Zudem komplettiere ich meine Konzepte in Richtung Teamcoaching, Agil führen und die Selbstverantwortung steigern. Das eröffnet mir neue Perspektiven. Einerseits für mich in meiner offenen und flexiblen Haltung Menschen gegenüber. Anderseits für die Coaching- und Beratungsarbeit in Hinsicht auf zukunftsfähige Entwicklung von Organisationen in Richtung Verselbstständigung. Denn seit den 70ern gibt es den Megatrend Humanisierung der Arbeit. Besonders in Hinsicht auf Digitalisierung sehe ich hier einen eindeutigen Anknüpfungspunkt: Die Arbeit für alle erträglicher machen, indem wir Personen und Organisationen entwickeln. So erfinden wir ständig neue Modelle der Arbeit. Während eines Gruppencoachings haben wir die typische Pyramide von GF bis MA einfach mal umgekippt. Es gibt keine (leitende) Spitze mehr, nur noch Rollen. Diese Rollen können (zeitweise) von allen Mitgliedern der Organisation ausgeübt werden, wenn diese die notwendige Kompetenz besitzen. Dafür braucht es Führungskräfte, die es gewohnt sind, Verantwortung an die Gruppe abzugeben und sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Das Beispiel zeigt meine Rolle des Vermittlers zwischen oben und unten.
5. Wie schalten Sie am besten ab?
Die Arbeit verlangt mir ein hohes Maß an Schnelligkeit und Flexibilität ab. Manchmal fallen die Termine auf abends oder ich habe mal wieder kein Mittagessen eingenommen. Dann weiß ich: Es wird Zeit, dass ich mich um mich selbst kümmere. In diesem Jahr habe ich zum Beispiel beschlossen montags einen Bürotag einzulegen. An diesem Tag kann ich alles Steuerliche, Vorbereitende oder Konzeptionelle erledigen, noch die 148 Mails checken und danach die Welt retten … (Lied von Tim Bendzko). Freitags gehe ich nachmittags nun immer in die Sauna, lasse es mir gut gehen, verarbeite die Einflüsse der Woche und richte mich in Ruhe auf das Wochenende und die nächste Woche aus. Beim täglichen Spaziergang mit dem Hund lasse ich die Gedanken fliegen und komme so auf neue Ideen. Wenn das nicht hilft, suche ich das entspannende Gespräch mit meiner Frau, die mir durch ihren kreativen Blick wieder neue Einsichten geben kann. Lösung gefunden – nun kann ich abschalten. Zum Abschalten genieße ich die Natur oder suche Entspannung durch Meditation. Denn man kann in allem was man tut, meditieren. Atmen, Wandern, Musik hören. Denn wie oben schon beschrieben, vieles ändert sich durch die geistige Haltung sowie den Blick auf sich selbst und die Umwelt.